NPSH IN THEORIE UND PRAXIS

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NPSH IN THEORIE UND PRAXIS

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Eines der meistbesprochenen Themen in der Pumpentechnik ist zweifellos NPSH − net positive suction head, auf deutsch: positive Nettoansaughöhe. Nicht zu Unrecht, denn die meisten Schäden/Störungen treten auf infolge einer falschen Berechnung der NPSH.

Die „verfügbare NPSH” ist ein Maß für den Druck, der an der Saugseite der Pumpe zur Verfügung steht. Die richtige Berechnung dieses Wertes ist wichtig, um zu verhindern, daß die Flüssigkeit in Dampf übergeht, mit allen Schäden, die oft daraus resultieren. Diese Schäden können aus hydraulischen Folgen bestehen, wie einer Verringerung der Kapazität/Förderhöhe, und aus mechanischen Schäden an der Pumpe..

Die „benötigte NPSH” gibt den Eintrittsdruckverlust an (Druckverlust vom Eintritt der Flüssigkeit in die Pumpe bis zum Punkt des niedrigsten Drucks in der Pumpe).

Für einen guten Entwurf eines Leitungssystems und die richtige Funktionsweise einer Pumpe können wir die NPSH nicht vernachlässigen. In der Praxis besteht noch einiges Unverständnis bezüglich der NPSH. In diesem „Pump Talk” wird versucht, sowohl die praktischen als auch die theoretischen Seiten der NPSH zu verdeutlichen, erforderlichenfalls mit mathematischer Untermauerung. Zudem wird das Verhältnis zu Kavitation besprochen und eine Kalkulation eines Praxisbeispiels ausgearbeitet.

Kavitation und NPSH:
Jährlich werden beträchtliche Beträge aufgewandt für die Reparatur von Zentrifugal- und Verdrängerpumpen (Plungerpumpen) mit Schäden infolge von Kavitation.
Kavitation wird meist umschrieben als das Entstehen von Dampfblasen (im Schaufelrad) mit zwei wichtigen Folgen:
Es entstehen Druckstöße, die das Material beschädigen.Der Ertrag der Pumpe läßt nach, weil der Dampf mehr Raum einnimmt als die Flüssigkeit.

Solange die „verfügbare NPSH” > „erforderliche NPSH”, tritt Kavitation im Prinzip nicht auf. Unglücklicherweise ist es nicht immer so einfach wie in diesem Grundsatz.

Eine Erklärung für das Auftreten von Kavitation zu geben, ist schwierig, weil sie in einem sehr kurzen Zeitraum auftritt, auf einer sehr kleinen Oberfläche und mit einem sehr hohen Druck (1000 bis 10.000 bar). Hinzu kommt noch die hohe Frequenz (ca. 2500 Hz).

Das Gesetz von Bernoulli verschafft uns größere Einsicht: Wenn der innere Druck H sinkt, muß die Strömungsgeschwindigkeit steigen. Die physikalische Grenze wird schließlich vom Dampfdruck der Flüssigkeit bestimmt, die hauptsächlich von der Temperatur abhängt. Wenn der Druck an jeder Stelle in der Flüssigkeit unter diesen Dampfdruck sackt, bilden sich Dampfblasen. Die Dampfblasen werden von der Flüssigkeit zu einer Position mit geringerer Geschwindigkeit und damit höherem Druck verdrängt. Die Implosion dieser Dampfblasen geht mit sehr großen Kräften in sehr kurzen Momenten einher, was überdies eine sehr kleine Oberfläche betrifft. Das Resultat dieser Kräfte ist, daß der Pumpenteil jedesmal mit wechselnden Kräften belastet wird, was zu Ermüdungserscheinungen und Brüchen führen kann. Die Bildung und dann die Implosion der Dampfblasen wird Kavitation genannt.. 



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