Hochdruck-Wasserschneidetechniken

Hochdruck-Wasserschneidetechniken

Datum: 10-3-2011

Wasser, evtl. in Kombination mit einem Strahlmittel, wirkt gnadenlos; kein Material kann sich dieser Gewalt widersetzen! Denken Sie mal an den Grand Canyon, schon seit Millionen von Jahren schleift Wasser - in Kombination mit Kies - die Erdkruste weg.

Bei den heutigen Wasserschneidetechniken ist es nicht großartig anders, der Unterschied besteht lediglich darin, daß wir nicht Millionen von Jahren warten wollen.
Um dieselbe einschneidende Wirkung in sehr kurzer Zeit realisieren zu können, erhöhen wir stark den Druck des Wassers - auf maximal 3800 bar - bei möglichst geringem Wasserverbrauch, maximal 8,5 l/min. Das Hochdruckwasser wird durch die Düse eines Spritzkopfes gepreßt; zusammen mit dem hinzugefügten Strahlmittel verläßt diese Mischung mit extrem hoher Geschwindigkeit den Spritzkopf. Je nach der Pumpenkapazität, der Düsengröße und der Menge des hinzugefügten Strahlmittels können beinahe alle denkbaren Materialien geschnitten werden, ohne daß dabei Wärme entsteht.

Diese Technik kann u. a. bei den folgenden Materialien eingesetzt werden:
- Metalle : Edelstahl, Stahl, Kupfer, Aluminium, Titan
- Kunststoffe : Delrin, Acrylat, Polycarbonat, Kevlar
- Holz : Sperrholz, Holz, MDF
- Schaum : Ethafoam, S22
- Gummi : von Zellgummi bis Vulcalon
- Glas : diverse Sorten Glas und Spiegel
- Stein : Marmor, Granit, Keramik, Porzellan

Einige Vorteile des Wasserschneidens im Vergleich zu anderen Schneidetechniken:
- keine thermische Belastung
- keine Verhärtung der Schnittränder
- keine toxische Gasentwicklung
- keine mechanische Belastung
- geringe Materialschnittverluste
- praktisch gratlose Schnitte
- relativ hohe Schnittgeschwindigkeiten.

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